Double-Shred-Destinations


Die besten Ziele für eine Surf’n’Snow-Reise ohne Down Days

Schneebedeckte Berge in MarokkoEs ist Winter und normalerweise Zeit für einen Garderobenwechsel. Surfboard und Wetsuit werden vom Snowboard und snow suit abgelöst, Barrells und Point Breaks durch PowPow in den Bergen. Aber warum eigentlich? Surfsaison und Snowboardsaison, sind das nicht nur bürgerliche Kategorien? Warum denn nicht beides? Warum denn nicht einfach die volle Dröhnung? Geht nicht? Geht doch! Warum? Weil es geil ist! Oder weil ihr armen Schweine nur einen großen Urlaub habt im Jahr und der Surf im Sommer zu kurz kam. Oder weil ihr auf große Reise geht und dahin wollt, wo ihr beide Leidenschaften verbinden könnt. Oder weil ihr im Urlaub keinen Bock auf Down-days habt und bei miesem Onshore Wind in den Schnee beziehungsweise bei Whiteouts im Resort in die Wellen flüchten könnt. Vorhand auf für unsere liebsten Double-Shred-Destinations:

Lebanon – das Überraschungsei im nahen Osten

Hier kommt ein absoluter Geheimtip unter den Double-Shred-Destinations! An der Küste rundum Lebanons Hautstadt Beirut hat es etliche Spots die besonders im Winter Surfer mit kräftigem Swell verwöhnen. Wirklich kalt wird es hier nie. Von Beirut aus ist man nach gerade mal einer Stunde mit dem Auto im Skigebiet Mzaar Kfardebian angekommen. Hier findet ihr Abfahrten von grün bis schwarz und sogar eine progressive Freeride Szene.

Berge und Wellen direkt nebeneinander in Vancouver Island

 

Vancouver Island (Kanada) – Doppeltes Glück am Ende der Straße

Auf der zu British Columbia gehörenden Insel im Pazifik werden Boarderträume wahr. Mit der Fähre von Vancouver in Nanaimo angekommen möge das Abenteuer beginnen. Durch den Urwald geht es über die Berge an die Westküste nach Tofino – Kanadas geheimen Surf Mekka. Hier reihen sich meilenweit zahlreiche Surfspots aneinander, inmitten wilder Natur zwischen vielen kleinen Inselchen. Ein Hoch auf die Neoprentechnologie, die dieses Cold Water Surfing möglich macht. Das beste Ski Resort der Insel namens Mt. Washington wartet mit Champaign Powder, Schneerekorden “triple-black-diamonds” auf euch.

Marokko – der afrikanische Schocker

Dass Marokko mit seinen weltklasse Spots wie Anchor Point, Banana Point oder Essaouria insbesondere im Winter eine Reise wert ist, hat sich in den letzten Jahren unter Surfern ja bereits herumgesprochen. Doch wie viele Schneehasen kennt ihr, die schom mal auf dem Mutterkontinent geboardet sind? Für die, die neben perfekten Wellen ihre Freunde damit schocken wollen in Afrika schneebedeckte Berge geshreddet zu haben, lass euch mal das Ski Resort Oukaimeden im Atlasgebirge gesagt haben. Raue Natur in Chile

Chile – das Land des Double-Shreds

Da Chile ja quasi nur aus Küste und den Anden besteht, ausgedehnt auf 7000 Kilometern, ist es naheliegend, dass das längste Land der Welt auf dieser Liste auftauchen muss. Allerdings richtet sich diese Empfehlung eher an Langzeitreisende. Einen besseren Ort als Chile – ob zum snowboarden oder surfen – gibt es kaum auf dieser Welt. Aufgrund Chiles Topographie befinden sich beide Disziplinen nie weit voneinander entfernt. Perfekt startet es sich von Santiago aus, da sich östlich von dort die besten Skigebiete befinden, nämlich Valle Nevado, Colorado und La Parva. Etwas weiter südlich liegt Pichilemu, Südamerikas berühmt berüchtigtes Surfparadies. Das Abenteuer gipfelt in Patagonia – allein der Name löst bei Entdeckern auf Brettern schon Gänsehaut aus und natürlich auch für alle Double-Shredder.

Neuseeland – der Mikrokontinent auf der anderen Seite

Man sammle einige der schönsten Strände und Berge auf der Welt und pflanze sie in den Pazifik. Schwupps, ein Neuseeland ist entstanden. Eine Outdoor Welt perfekt geeignet für den mit Brettern bestückten Roadtrip. Für den Double-Shred auf der Nordinsel geht man am besten auf dem Snowboard in Whakapapa steil, Surfen ist Breitensport auf NZ und geht quasi überall. Zwar ist das Surfen auf der Südinsel etwas kälter als im Nordern, dafür machen hier die Pinguine mit. Queenstown ist DER Ausgangspunkt für den Schnee und ein Muss für jeden Brettsportler den es auf diese Inseln verschlägt.

Gebirge in NeuseelandSurfen in Japan

 

Hokkaido (Japan) – die Perle in Asien

Der wohl beste und tiefste Powder der Welt und pazifischer Swell – mal ganz sanft, mal einschlagend wie eine Bombe – garantieren eine perfekte Reise im Flow mit den Elementen. Zwar sind die Spots oft noch ziemlich unter dem Radar und von Europa aus natürlich auch am anderen Ende der Welt, aber genau deswegen lohnt es sich umso mehr je mehr Zeit ihr mitbringt. Zum Snowboarden kann ich euch den Vulkan-Resort Niseko empfehlen. Auf der südlichen Halbinsel sind sich Berge und Wellen ganz nah. Hier ist es natürlich verführerisch die ganze Zeit nur zu surfen und zu snowboarden. Aber lasst genug Zeit übrig um Japan als eine Kultur, die unterschiedlicher als die unsere kaum sein könnte, kennenzulernen und herauszufinden, was das Land sonst noch alles zu bieten hat. Trainiert schon mal eure kulturelle Intelligenz!

Kalifornien – da wo alles begann

Beim kalifornischen Double geht’s auf die Fährten der alten Legenden. Da wo Aloha Surf Spirit lebt, Heimat des Longboardens, wo das Snowboarden entdeckt wurde und die Weltelite anzutreffen ist. Rund um den Lake Tahoe tümmeln sich einige der weltbesten Ski Resorts und Schneebedingungen und zwischen San Francisco und Santa Barbara liegt die ganze Geschichte des Surfens. Let’s go to Cali to double-shred, baby!

Schnee in Kaliforniens Nationalparks Die Wiege des Surfens in Kalifornien

Natürlich lässt sich diese Liste noch ewig weiter führen. Wusstet ihr zum Beispiel, dass es manchmal selbst in Griechenland Wellen und Schnee à la bonheur gibt, es selbst auf den Kanaren neben weltklasse Surfbedingungen auch einen Skilift hat und Kamtschatka sich nach und nach einen Namen in der Szene macht? Bleibt entdeckerisch, kreativ und neugierig. Vielleicht seid ihr diejenigen, die das nächst Double-Shred Geheimnis lüften. Dann bitte Flaschenpost an mich!

Hang loose,

Levi